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Die Stiftung und ihr Therapiezentrum entstanden aus der Einsicht über
die dramatische und erschütternde Realität, welche den
italienischen Geistlichen und Professor Don
Michele Perrone während
seiner ersten Reise nach Recife im November 2001 direkt ins Herz
traf.
Diese brasilianische Stadt war in den 70er Jahren weltweit
bekannt durch den Erzbischof Dom Helder Camara,
eine charismatische Person erfüllt von prophetischer Stärke und starkem Engagement
für die Verbesserung der sozialen und menschlichen
Bedingungen der ärmeren Klassen.
Der Kontakt mit einer Welt voll von Widersprüchen und einem
Bild von armen, behinderten Kindern, mit traurigen Augen
und mit resignierendem Gesichtsausdruck, und allein stehenden, hoffnungslosen
Müttern, welche oftmals schwere persönliche
Demütigungen über
sich ergehen lassen um für ihr Kind Medizin oder eine
Prothese kaufen zu können, verursacht in Don Michele
eine innere Unruhe, welche ihn
zu einer fast radikalen Entscheidung seines Lebens drängt.
Es war diese soziale und menschliche Wirklichkeit, welche in
ihm die Entscheidung hervorrief, „etwas
für
jemanden, dessen Leben ohne Hoffnung erscheint“ zu
machen.
Zurück in Italien, verkauft er die Räumlichkeiten seiner
Privatschule in Eboli (Salerno) und kauft ein sehr
großes
Haus in der Stadt Jaboatão dos Guararapes in
Brasilien.
Nachdem die Rechtswege und der Schenkungsakt an die Stiftung
bei den lokalen Behörden abgeschlossen waren, begannen die Renovierungsarbeiten.
Im September 2003 eröffnete das Therapiezentrum
der Stiftung. Es ist, auch im Gedenken an seinen
Vater, der
mehr als zwanzig
Jahre in Rio de Janeiro arbeitete, nach
seinen Eltern Giacomo
und Lucia Perrone benannt.
Für
wen entstand die Stiftung?
In dieser sozioökonomischen Realität
müssen die Kleinsten, vor allem die Schwerstbehinderten,
die schlimmsten Konsequenzen erleiden. Allein in Jaboatão
leben, den letzten Erhebungen zu Folge, mehr als 2.500 Behinderte,
davon 1.400 Kinder.
Das sind offizielle Daten, aber die „Dunkelziffer“ ist
bei weitem höher.
Es sind sehr, sehr viele Familien, die ihr behindertes
Kind nie in eine Gesundheitseinrichtung bringen konnten.
Die Stiftung entstand um KOSTENLOSE
Heilungsmöglichkeiten
und Rehabilitation für die armen und vom Schicksal benachteiligten
Kinder anbieten zu können. Sie sind verwahrlost mit ihrer
Behinderung und werden behandelt wie unerwünschte, wertlose
Objekte…
Das Zentrum wird von Kindern mit schweren Symptomen
im Alter von 0 bis 12 Jahren frequentiert. Sie werden von Hilfszentren,
den Pfarrgemeinden, privaten und öffentlichen
Einrichtungen gebracht und sind immer von Sozialhelfern
begleitet.
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